Kurztest: Davis Vantage Vue

Der nächste (Kurz-)test behandelt die Davis Vantage Vue*.
Dies ist die kleinste und abgespeckteste und deshalb auch günstigste Wetterstation aus dem Hause Davis.


Ich möchte bzw. kann nicht speziell auf die einzelnen Punkte eingehen, wie ich es im Test (https://www.brk-wetter.de/blog/artikel.php?ws_name=TFA%20Nexus) bei meiner Wetterstation TFA Nexus* machen konnte, da ich die Vantage Vue nicht besitze. Wieso mache ich dann überhaupt ein Test dieser Station? Keine Angst. Ein Kollege von mir besitzt die Station und ich konnte mir schon das ein oder andere mal ein Bild davon machen.
Die Davis Vantage Vue kostet gut 400€, also mehr als doppelt so viel wie meine TFA Nexus. Das schon mal vorab als kleiner Vergleich.
Ich möchte keine großen Sätze schreiben, deshalb werde ich die Vor- und Nachteile der Station kurz & knapp auflisten:

VORTEILE NACHTEILE
Sehr gute Verarbeitung Hoher Preis (bzgl. Preis-Leistungs-Verhältnis)
Altmodisches (kein Touch), dennoch hochwertiges Display Messgeräte fest verbaut (Windmesser zu niedrig = keine brauchbaren Windböen, Temperaur -und Regenmesser nicht auf der vorgesehenen Höhe)
  Upload der Wetterdaten nur mit 175€ teurem Weatherlink USB

Fazit:
Ich würde diese Wetterstation einem Hobbymeteorologen nicht empfehlen, da die ausschlaggebenden Punkte (Messgeräte fest verbaut, Upload der Wetterdaten nur mit sehr teurem USB-Logger) doch zu stark ins Gewicht fallen. Man erzielt keine dauerhaft nutzbaren Messwerte und bezahlt dafür dennoch einen hohen Preis. Da hilft auch eine tolle Verarbeitung Firma Davis nicht. Vielleicht für einen Gärnter nutzbar, aber wer möchte für halbgenaue Wettermessungen so viel Geld ausgeben?
Nach meiner persönlichen Meinung würde ich Ihnen eine Wetterstation empfehlen, die ihre Messgeräte unabgängig voneinander aufstellen lässt.

TFA Nexus Wetterstation im Test (Teil 2)

Nachdem wir uns im 1.Teil des Testes der Wetterstation TFA Nexus* mit den Punkten Verpackung, Verarbeitung und Bedienung beschäftigt haben, wollen wir nun tiefer in die Materie einsteigen und die Station auf Herz und Nieren testen.

Funkverbindung:
Die Wettertsation funktioniert so, dass alle Messgeräte (Thermometer+Hygrometer, Windmesser, Niederschlagsmesser) seperat voneinander aufgestellt werden können. Das ist eine feine Sache, mehr dazu aber im nächsten Punkt.
Dadurch, dass die Gerätschaften alle sicherlich ein paar Meter voneinander entfernt stehen (man möchte ja den bestmöglichsten Standort haben), muss man zusehen, dass man eine ausreichend gute Funkverbindung mit der Basisstation herstellen kann.
Bei mir klappt die Funkverbindung sehr gut, da ich das Glück habe, alle Geräte direkt mit einem Blick aus dem Fenster sehen kann, was der Optimalfall ist, da die Funkstrahlen dadurch kein wirkliches Hindernis haben. Den Windmesser kann ich zwar nicht direkt sehen, aber er ist direkt über mir auf dem Dach befestigt und hat sogar noch eine eigene kleine Antenne, was sehr sinnvoll ist, da das Windmesser-Gerät sowieso in der Regel am weitesten weg ist.
In der Produktbeschreibung ist die Funkverbindung mit 100 Metern angegeben, was wirklich nur eine Maximal-Angabe ist und sicher nur im Optimalfall erreicht werden kann. Sobald eine Mauer oder etwas ähnliches dazwischen ist, nimmt die Funkstärke immer mehr ab.
Bei meiner Station hier in Deutschland habe ich wie oben beschrieben keine Probleme. Bei der selben Station auf Sizilien stehe ich mit der Basisstation nach mehrfachem Umbau sogar fast noch näher an den Messgeräten als hier, aber habe trotzdem fast nie eine konstante Verbindung zu allen Geräten.
Eines kann ich schon mal jetzt verraten: Die Funkverbindung wird bei dieser Station am schlechtesten abschneiden. Jedoch muss man dazu sagen, dass andere Wetterstation mit der Funkverbindung auch so ihre Probleme haben (z.B meine vorige Freetec-Station*).
Punkte: 6 von 10

Messgenauigkeit:
In diesem Punkt möchte ich mich kürzer fassen und unbedingt hierbei anmerken, dass es sehr stark auf den Standort und die Messbedingungen ankommt. Ich habe mir z.B vor einigen Jahre eine Wetterhütte gebaut, was meine Temperatur und Feuchte Messungen merklich verbessert hat.
Also es kommt auf die individuellen Bedingungen an, sodass ich hier vor allem meine eigenen Erfahrungen einbringen kann.
Um das Ganze mal zu vergleichen, habe ich über einen bestimmten Zeitraum die Messwerte mit der offiziellen DWD-Station in Kahl verglichen und (abzüglich der lokalen Unterschiede) erstaunlich wenig Differenzen ausmachen können: Verifzierung der Wetterdaten vom 10.3.19 - 8.4.19
Punkte: 9 von 10

Funktionen:
Die Wetterstation hat viele Möglichkeiten die Daten auslesen zu lassen. Es wird zwar eine Software mitgeliefert, die aber keine Daten ins Internet schicken oder sonst wie hochladen kann. Glücklicherweise wird die TFA Nexus von fast allen Wetter-Softwares wie z.B Meteohub (was ich nutze) oder weewx (hatte ich früher genutzt) unterstützt. Das funktioniert prima und ist auch recht einfach zu installieren, da es sehr gute Anleitungen dazu im Internet gibt. Man kann die Basisstation auch mit Batterien betreiben, sodass man u.U die Station sogar komplett autark mit Solar und z.B einem Raspberry Pi (Mini PC) mit Meteohub oder weewx betreiben könnte.
Man kann auch bis zu 5 Thermometer/Hygrometer gleichzeitig über 5 verschiedene Kanäle betreiben, sodass man auch in anderen Räumen oder draußen die Bodentemperatur messen kann. Was leider fehlt ist eine Erweiterung zur Messung der Temperatur im Boden, also unter der Erde.
Punkte: 9 von 10

Preis-Leistungs-Verhältnis:
Die Station ist für ca. 175€ zu haben. Der Preis schwankt immer etwa +-10€. Dafür, dass man eine vollwertige Wetterstation und meines Wissens und meiner Erfahrung nach die beste Wettestation nach der Davis Vantage Pro* bekommt und dafür ein vielfaches weniger an Geld bezahlen muss, kann ich hier nur die volle Punktzahl geben. Auch in Anbetracht dessen, dass meine Vorgänger Station mit 100€ fast in der selben Preiskategorie ist wie die Nexus und eine deutlich schlechtere Station ist (z.B Messgeräte nicht seperat voneinander aufstellbar, ungenauere Messwerte, deutlich schlechteres Material = mein Windmesser war bei meiner alten Station nach paar Wochen sofort kaputt, ohne starken Wind oder Fremdeinwirkung).
Punkte: 10 von 10

Fazit:
Für mich ist, wie oben schon erwähnt, die TFA Nexus die aktuell zweitbeste Wetterstation auf dem Markt, denn sie hat alles, was sich ein Hobbymeteorologe wünscht und sie läuft bei mir problemlos seit über vier Jahren. Der Wind- und Niederschlagsmesser haben sogar noch die ersten Batterien drin. Das ist schon außergewöhnlich! Ich musste lediglich nach 3 Jahren einmal neue Batterien bei meinem Thermometer einlegen. Auch sonst haben die Messgeräte keine Macken und laufen tadellos bei Wind & Wetter. Das kann nur ein Resulat von sehr guter Verarbeitung sein. Ich bin nach wie vor begeistert und sehr glücklich mit meiner Station.
Was allerdings schade ist, dass meine 2. TFA auf Sizilien nicht rund läuft. Eventuell habe ich hier auch ein Teil erwischt, was irgendwie von Anfang an unrund läuft. Hier werde ich mich bei Zeiten mal weiter mit auseinander setzen und mal ein paar Sätze darüber schreiben, wenn ich wieder vor Ort bin (UPDATE: Die Wetterstation auf Sizilien läuft seit rund einem Monat durchgehend ohne Probleme und hat sich quasi "selbst repariert", da die TFA  Nexus Basistation etwa alle 8 Stunden von selbst einen Suchlauf startet und irgendwann hat sie eben alle Messgeräte empfangen!).
Dennoch ist und bleibt die TFA Nexus nach wie vor mein Favorit, was Wetterstationen angeht und ich würde sie jedes mal wieder kaufen.

Gesamt-Punkte: 8,7

Der Niederschlagsmesser
Niederschlagsmesser


Der Windmesser (ist mittlerweile auf dem Dach)
Windmesser

 

TFA Nexus Wetterstation im Test (Teil 1)

Die Wetterstation Nexus* von TFA habe ich mir im Juni 2015 zugelegt und gegen meine vorige Freetec-Station* getauscht. Im ersten Teil des Testberichts werde ich die beiden Stationen ein wenig miteinander vergleichen und die ersten Eindrücke der Nexus-Wetterstation schilden, ehe ich im zweiten Teil zum Fazit und zur endgültigen Bewertung der Station übergehen werde.

Verpackung
Die Nexus Wetterstation wird in einem normalen Karton versendet und die Messgeräte (Temperatur+Feuchtigkeit, Windmesser, Niederschlagsmesser und Basisstation = völlig ausreichend/mehr kann man kaum messen) sind sorgfältig verpackt und jeweils mit einer Plastikfolie bzw. mit einer Extra-Kartonschicht geschützt.
Da gibt es nichts zu beanstanden, ist aber auch ehrlich gesagt nichts besonders und jeder erwartet eine saubere Lieferung seines Paketes.
Punkte: 9 von 10

Verarbeitung
Im zweiten Punkt fällt einem natürlich zu erst die Verarbeitung ins Auge. Auch hier gibt es nichts zu meckern, denn es quietscht und klappert nichts. Die Teile sind wirklich hochwertig verarbeitet... gute Arbeit von TFA! Man muss nur den Windrichtungsmesser auf das restliche Gestell bestehnd aus Windmesser und Solarpanel+Stange stecken, was einem sehr einfach gelingt.
Auch der Temperatur+Feuchtigkeitsmesser (Thermometer+Hygrometer) ist handlich und gut verarbeitet. Der Niederschlagsmesser ist aus dem selben Material (robuster Kunststoff mit leichtem Schutzüberzug?!). Hier ist noch ein Vogelschutzgitter mit dabei, sodass nicht jeder grobe Dreck sofort das Messloch verstopft. An den Füßen sind schon vorgebohrte Löcher für Schrauben, damit der Regenmesser einen festen Stand hat.
Hinweis: Man muss bei jedem Messgerät das Batteriefach aufschrauben und eine Lasche abziehen, damit dass Gerät mit dem Messen beginnen kann.
Punkte: 10 von 10

Bedienung
Hat man alle Messgeräte für den Outdoor-Einsatz bereit gemacht, kann man sich mal die Basisstation anschauen. Hier hilft es, die Bedienungsanleitung zur Hand zu nehmen, um sich mit allen wichtigen Einstellungen und Tasten vertraut zu machen.
Man stellt z.B die Höhe über NN. seines Ortes ein, startet einen Suchlauf, um alle Daten abrufen zu können und stellt seine gewünschte Sprache ein usw.
Auch hier ist kein Hexenwerk zu erwarten, wobei der ein oder andere Anfänger sich evtl. mit den Tasten vertun könnten und etwas falsches einstellt. Zum Glück gibt es die Bedienungsanleitung... 😉
Punkte: 8 von 10

So, das sollte es für den ersten Teil erstmal gewesen sein. Im zweiten Teil erfahrt ihr mehr über die Themen Funkverbindung, Messgenauigkeit, Funktionen und nach dem Preis-Leistungs-Verhältnis klären wir im Fazit, wie die TFA Nexus abschneidet.